Wasenatmosphäre beim Hopfensitz in Walheim

Drei Tage feierte der Musikverein Walheim sein Kelterfest. Am Freitagabend begann die Sause mit dem ersten Walheimer „Hopfensitz“.

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    Beim Walheimer Kelterfest, das an drei Tagen stattfand, spielte auch die Stadtkapelle Lauffen. Der Verein hatte seinen Auftritt am Sonntagmittag. Foto: 
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    Fast unfallfrei stach Bürgermeister Albrecht Dautel (links) das Bierfass an. Palmbräu-Geschäftsführer Lionel Berger (rechts) assistierte. Foto: 

Was schert den Walheimer die Eröffnung des 171. Volksfests auf dem Cannstatter Wasen, wenn es im heimatlichen Walheim den ersten „Hopfensitz“ in der Orts- und Vereinsgeschichte zu feiern gibt. „Wir holen den Wasen nach Walheim“, so die Losung des Walheimer Musikvereins.

Und so gab es zum Auftakt des diesjährigen Kelterfestes eine Walheimer Wasenparty, zwar nicht im Zelt, sondern in der Walheimer Kelter, deren uriges Ambiente – von auswärtigen Gästen am Freitagabend mehrmals ausdrücklich gelobt – der Cannstatter Festzeltatmosphäre in nichts nachstand, nur dass es in Walheim übersichtlicher, gemütlicher und vielleicht auch etwas gesitteter zuging.

Die Walheimer und ihre auswärtigen Gäste genossen das bierselige Vergnügen. Dirndln im zünftigen Trachtenkleidchen und fesche Bergfexe in Lederhosen und kariertem Hemd beherrschten die Szene. Das Bier floss in Strömen, nachdem Bürgermeister Albrecht Dautel, assistiert von Lionel Berger, dem Geschäftsführer der Eppinger Traditionsbrauerei Palmbräu, das von der Brauerei gestiftete Holzfass voll des begehrten Gerstensafts mit wenigen Hammerschlägen angestochen hatte – und das unfallfrei, wenigstens fast.

Natürlich mussten die Gäste in Walheim ebensowenig wie beim Stuttgarter Volksfest auf zünftige Musik verzichten. Das aus den Reihen des Walheimer Musikvereins stammende „Käskucha-Blech“ heizte mit seiner Stimmungsmusik zum Fassanstich ordentlich ein – mit dem Titel „Wenn der Wein blüht ...“. Schließlich befindet man sich in Walheim immer noch in einer Weinbaugemeinde. Damit brachten die Musiker den Saal ohne weitere Umstände zum Schunkeln. Ihren Namen verdankt die Baumbachtaler Party-Kapelle dem Walheimer Lokalpatriotismus, werden die Walheimer doch seit Jahrzehnten in der Region als „Käskucha“ tituliert - eine Reminiszenz an den Walheimer Bothnersbäck, der in den guten alten Zeiten besonders für seine Käsekuchen und Bienenstiche gerühmt wurde. Und Blech erklärt sich bei Trompete, Horn und Tuba von selbst.

Wolfgang Völler, alias DJ Wolle, bekannt von der Radiowelle 107,7, gestaltete den weiteren musikalischen Verlauf des Abends.

An den zwei weiteren Festtagen kehrte das Kelterfest in seine gewohnten Bahnen zurück. Der Samstagabend begann mit dem traditionellen Einzug des gastgebenden Musikvereins unter Leitung seines Dirigenten Roland Haug. Im Lauf des Abends wurden die Walheimer Musiker von den Kollegen ihres Patenvereins, dem Musikverein Gemmrigheim, abgelöst.

Am Sonntag, der mit einem Festgottesdienst in der Kelter begann, wechselten sich auf der Bühne die Stadtkapelle Lauffen, der Musikverein Walheim mit seiner Jugendkapelle und der Aktivenkapelle und die Stadtkapelle Besigheim ab.

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