Bürgermeister muss ins „Todesrad“

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    Spektakuläre Rollschuh-Akrobatik bot bei der Hofmeister Benefiz-Circusgala das Duo Ernesto. Foto: 
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    Gastgeber Frank Hofmeister, Schirmherr Innenminister Thomas Strobl, Barbara Schäfer-Wiegand (Stiftung Hänsel + Gretel) sowie Bürgermeister Joachim Kölz (von links). Foto: 

Hier ist ein Kommunalpolitiker, der sich tatsächlich für die Wähler ins Rad spannen lässt“, scherzte Moderator Michael Gaedt, bekannt aus „Die kleine Tierschau“. Gemeint war der Auftritt von Bürgermeister Joachim Kölz im „Todesrad“ des Duos Ortiz bei der Hofmeister-Benefiz-Circusgala am Freitagabend. Der Bürgermeister kam nach einer Umdrehung wieder heil an und erhielt dafür tosenden Beifall. „Ab sofort ist das das Kölz-Rad“, meinte Gaedt. Zuvor hatten die Hochseilartisten mit einer Show für Nervenkitzel gesorgt, bei der es den Zuschauern bereits vom Hinschauen mulmig wurde. Der Einsatz von Kölz war indes nicht das einzige Mal, dass Prominente bei der Jubiläumsgala des Möbelhauses in die Manege treten mussten.

Rund 1000 Gäste aus Politik, Wirtschaft, Gesellschaft und Sport waren zu der mittlerweile zwölften Gala ins Zirkuszelt gekommen, bei der es diesmal ein Jubiläum zu feiern galt: das Unternehmen Hofmeister kann auf 125 Jahre zurückblicken. „Soziales Engagement war für Hofmeister immer schon wichtig“, begründete Firmenchef Frank Hofmeister den Entschluss, auch dieses Jahr wieder mit einer solchen Veranstaltung Geld für soziale Einrichtungen zu sammeln. Zusammen kamen rund 74 100 Euro, die an die Stiftung Hänsel + Gretel, die sich für Kinder einsetzt, gingen. Darüber hinaus gab es aus Anlass des Jubiläms Spendenschecks von jeweils 12 500 Euro für weitere fünf Einrichtungen, darunter die Diakonie Bietigheim.

Die Schirmherrschaft hatte erneut Innenminister Thomas Strobl übernommen, für ihn, wie er sagte, „ein super Job“. Denn: Wenn man Gutes unterstütze, habe man immer die Mehrheit, und aufs Drahtseil müssten andere, scherzte Strobl.

Akrobatik und Zebras

Nicht auf dem Drahtseil, aber auf engstem Kreis bot das Duo Ernesto aus Italien spektakuläre Rollschuh-Artistik. Für Lacher sorgten „Antonio & Alfons“, zwei Clowns, von denen einer einen Boxer mimte. Quasi eine Steilvorlage für den Einsatz von Ex-Schwergewichtsboxer Axel Schulz. Bei der Akrobatik der „ZIM Boys“ aus Afrika und der Zebra-Dressur von Renaldo Weisheit kamen die Prominenten in der Zirkuskuppel ungeschoren davon.

Zwischendurch durfte VfB-Präsident Wolfgang Dietrich den Unterschied zwischen Zirkus und Fußball erklären. Den Unterschied zwischen dem Fußballclub, der 124 Jahre alt ist, und Möbel-Hofmeister wusste Moderator Gaedt: „Hofmeister ist noch nie abgestiegen.“

Als musikalischer Höhepunkt sang das Duo Glasperlenspiel seinen Hit „Geiles Leben“ für das Publikum im Zirkusrund.

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