Der neue Rektor rockt das Kulturhaus

Sascha Renner bedankte sich am Donnerstag bei seiner Einsetzungsfeier besonders herzlich bei seiner Frau Carmen und dem Sohn Tom – und verdrückte dabei sogar ein paar Tränchen.   Foto: Martin Kalb

Sascha Renner bedankte sich am Donnerstag bei seiner Einsetzungsfeier besonders herzlich bei seiner Frau Carmen und dem Sohn Tom – und verdrückte dabei sogar ein paar Tränchen. Foto: Martin Kalb

Wenn das mal keine Feier für einen Schulrektor war. Die Schülerband sang „Smoke on the water“ und „Stairway to heaven“, vom geschäftführenden Schulleiter in Chuck’s gab’s eine Kiste Alkohol, der Pfarrer referierte über seine Rockplatten-Sammlung, und der Geehrte selbst setzte sich ans Schlagzeug, um einen AC/DC-Song zu spielen. Sascha Renner, der Rektor der Sachsenheimer Eichwald-Realschule, ein großer Mann mit Glatze, scheint nicht der klassische Schulleiter zu sein, und für so einen gibt’s halt keine klassische Einsetzungsfeier.

Seit Juni leitet der 42-Jährige bereits die Geschicke der Sachsenheimer Realschule, zuvor hatte sein jetziger Stellvertreter, Dr. Dietmar Bastian, sie in einer längeren Vakanz kommissarisch übernommen. Sascha Renner ist kein Unbekannter im Haus. Schon seit 2004, direkt nach seinem Studium – Fächer: Technik, Biologie und katholische Religion – an der PH Ludwigsburg ist er hier Lehrer. Besonders hervorgetan hat sich Sascha Renner seither als Mitglied des Anti-Mobbing-Teams, als Ausbilder für Streitschlichter und als Technik-Fachleiter.

Privat jedoch haut er in der Stuttgarter AC/DC-Coverband „The Jack“ aufs Schlagzeug – wie gut er das kann, musste der Pädagoge sogleich bei seiner eigenen Einsetzungsfeier am Donnerstag im Kulturhaus unter tosendem Applaus vorführen.

Das Rock-Thema beherrschte denn auch sämtliche Reden und Grußworte. Der Sachsenheimer Bürgermeister Horst Fiedler wünschte Sascha Renner, dass er ordentlich „TNT“ freisetzen könne in seiner Amtszeit, Bernhard Dietrich, der Leiter der benachbarten Gemeinschaftsschule und gleichzeitig geschäftsführender Schulleiter in der Stadt, betonte, dass sein Kollege jetzt auf die Pauke hauen solle, und der Stadtpfarrer Dieter Hofmann ermunterte den praktizierenden Katholiken, dass er die „Hells Bells“ doch auch mal gegen die Glocken der benachbarten evangelischen Stadtkirche tauschen könne, um Ökumene zu leben.

„Wow, es wurde noch nie so viel Aufhebens um mich gemacht“, sagte der Geehrte nach seinem Drummer-Einsatz. Er betonte, dass er die bisherige gute Arbeit an der Schule weiterführen und weiterentwickeln wolle. Und zum Schluss verdrückte der Rocker dann noch ein paar Tränen. Als er seiner Ehefrau Carmen und seinem Sohn Tom Geschenke überreicht.

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