„Sthörfunk“ will zurück auf die Radio-Landkarte

Nach dem Umzug ins Jugendzentrum soll die Präsenz in Crailsheim gestärkt werden.

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    Noch fehlt so einiges im neuen Studio von Radio Sthörfunk. Kommende Woche rücken aber die Handwerker an. Foto: 

Im Juni feiert Radio Sthörfunk seinen 22. Geburtstag. Bis es soweit ist, wird sich in Crailsheim einiges getan haben. Der alte Mietvertrag wurde gekündigt, der Umzug ins Jugendzentrum Crailsheim vollzogen. Im zweiten Stock des Jugendtreffs hat das Sendestudio sein neues Zuhause gefunden. Ab Anfang Mai sind die Handwerker vor Ort und bauen das Studio so weit ein, dass wieder aufgenommen werden kann. Kleinere Dinge sollen im Lauf des Monats folgen. So fehlen noch eine Telefonanlage und eine Schalldämmung für die Fenster. Auch wenn das neue Studio kleiner als das alte ist, technisch ist es auf dem neuesten Stand. Ende Mai soll alles fertig sein.

Umzug ins Juze bewusst

Die Macher von „Sthörfunk“ wollen den Radiobetrieb in Crailsheim wieder vorantreiben. Aktuell ist die Sendung „Nik vor 12“, von und mit Nikolaus Schyra, die einzige Sendung, die in Crailsheim produziert wird. Alle anderen Sendungen werden in den Studios in Schwäbisch Hall aufgenommen. Der Umzug ins Jugendzentrum ist ganz bewusst an diesen Standort geplant worden. „Durch den Umzug ins Juze und den direkten Kontakt zu den Jugendlichen haben wir die Hoffnung, neue Kontakte zu knüpfen und die Jugendlichen fürs Medium Radio zu begeistern“, sagt Miro Ruff von „Sthörfunk“.

„Der Traum ist, einmal die Woche live aus Crailsheim zu senden“, sagt Schyra, der seit zehn Jahren für Radio Sthörfunk auf Sendung geht und mittlerweile zur Kultfigur des Senders geworden ist. Bis das neue Studio eingerichtet ist, laufen alte Aufnahmen. Rund 60 Sendungen laufen insgesamt in der Woche, alle Moderatoren reden ehrenamtlich. Für jeden Musikgeschmack ist etwas dabei.

Senderprofil schärfen

Neben dem neuen Sendestudio möchte der Vorstand auch das Profil von Radio Sthörfunk schärfen. So soll die Präsenz bei öffentlichen Veranstaltungen erhöht werden und Konzerte, die beispielsweise im Jugendzentrum stattfinden, aufgenommen werden. Auch könnten Interviews mit den Bands direkt im Studio geführt werden. „Wir wollen, dass Crailsheim wieder auf die Radiolandkarte kommt“, sagt Ruff.

Damit der Plan umgesetzt werden kann, ist Radio Sthörfunk auch auf der Suche nach neuen Mitarbeitern. „Wer Lust auf Radiomachen hat, ist jederzeit willkommen. Man muss sich aber schnell entscheiden: Ja oder Nein“, sagt Ruff. Auf halblebiges Interesse haben die „Sthörfunker“ keine Lust. „Radio machen, bedeutet Arbeit“, fügt Schyra an. „Das muss einem klar sein.“

Praktikum jederzeit möglich

Ein Praktikum ist auch möglich, egal ob fürs Studium oder die Schule. Wer nicht im Radio zu hören sein will, findet eine andere Aufgabe. So kann im IT-Bereich, bei der Öffentlichkeitsarbeit oder der allgemeinen Radioorganisation mitgearbeitet werden. Auch Projekte mit Schulen sind denkbar. „Mit dem Albert-Schweitzer-Gymnasium haben wir mal ein Projekt im Rahmen unser täglichen Sendung „Sthörfleck“ gemacht“, sagt Ruff. „Das hat super funktioniert.“

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