Ausflug bis ins Allgäu bringt Bundesliga-Punkte

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    Die Aussicht auf das Allgäu genossen gleich zwei Grabenstetter Piloten in ihren Segelflugzeugen. Ihre Touren sorgten dafür, dass die Fliegergruppe in der 2. Bundesliga einige Zähler sammeln konnte. Foto: 

Noch am Freitagabend waren sich die Grabenstetter Segelflieger nicht sicher, ob und an welchem Tag des Wochenendes ihnen drei Streckenflüge für die zweite Segelflug-Bundesliga gelingen würden. Der Samstag ermöglichte schon mehrere Flüge, doch die Möglichkeiten waren begrenzt und die Geschwindigkeiten ließen noch zu wünschen übrig. Doch am nächsten Tag war das Glück den Segelfliegern wieder einmal hold.

Zwei Flüge stechen heraus

Am Sonntag stachen zwei Flüge heraus: Robert Häußler und Silvan Meckelnburg wählten den schwierigen Weg in den Südosten ins Allgäu, und wurden dafür belohnt. „Es war genial, endlich mal von Grabenstetten aus in die Berge zu fliegen“, meint Meckelnburg, dem dieses Vorhaben zum allerersten Mal gelungen ist. Nicht oft lassen die Wetterbedingungen solche Flüge zu: Gutes Segelflugwetter auf der Alb, im Bodenseeraum und im Allgäu gleichzeitig anzutreffen, ist alles andere als selbstverständlich. Die kommerziell genutzten Lufträume um die Regionalflughäfen Memmingen und Friedrichshafen, von denen die Segelflieger ausreichend Abstand halten müssen, erschweren ein solches Vorhaben zusätzlich.

Im Bereich von Immenstadt konnte Meckelnburg dann aber doch die Aussicht über die Alpen genießen, bevor er sich auf den Heimweg machte. „Der Rückweg war schwieriger als der Hinweg. Über der Schwäbischen Alb lag eine abschirmende Wolkenschicht und die Aufwinde waren schlechter“, berichtet Meckelnburg. Trotzdem landete er wieder zuhause in Grabenstetten und trug mit 77 Stundenkilometern zum Ergebnis in der zweiten Segelflug-Bundesliga bei.

Robert Häußler, der nicht nur Streckenflieger, sondern auch erfahrener Fluglehrer und Ausbildungsleiter der Fliegergruppe ist, traute sich noch ein Stück weiter: Er suchte den Anschluss an die Aufwinde an den höheren Berghängen. Bis auf 2500 Meter über Meereshöhe trugen ihn diese, und in der Nähe von Reutte, bereits in Österreich gelegen und mit bestem Blick auf die Zugspitze, setzte er seinen Wendepunkt. Mit 80 Stundenkilometern schaffte er damit den schnellsten Flug von Grabenstetten aus. Erich Sigel komplettierte die Wertung mit 76 Stundenkilometern über der Schwäbischen und der Fränkischen Alb.

Nach mehreren Platzierungen in den Top Ten landet Graben­stetten in dieser Runde im Mittelfeld der 30 Vereine umfassenden Tabelle (Platz 14). Den Rundensieg holten sich die Piloten aus dem oberbayrischen Moosburg an der Isar. Der FSV Laichingen belegte Platz drei.

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