Erfolgreiche Flüge der Grabenstetter

Henrik Theiss fotografierte seinen Start: Ein Schleppflugzeug brachte den Segelflieger in luftige Höhen über der Alb.

Henrik Theiss fotografierte seinen Start: Ein Schleppflugzeug brachte den Segelflieger in luftige Höhen über der Alb.

Die Hälfte der Saison in der zweiten Segelflug-Bundesliga liegt bereits hinter den Piloten der Fliegergruppe Grabenstetten. Mit drei starken Flügen schafften sie am vergangenen Wochenende erstmals in dieser Saison den Sprung in die Top Ten der 30 Vereine umfassenden Zweitligatabelle.

Mit Patrick Kutschat, Henrik Theiss und Frederik Widmaier schafften es drei der „üblichen Verdächtigen“ in die Wertung für Grabenstetten (es werden stets die drei schnellsten Flüge jedes Vereins gewertet). Kutschat war diesmal allerdings nicht wie sonst im leistungsstarken Segler der offenen Klasse mit den fast 26 Meter langen Flügeln unterwegs, sondern gemeinsam mit Heinz Brujmann im kleineren Vereins-Doppelsitzer. In perfektem Teamwork meisterten sie in deutlich unter vier Stunden die Strecke nach Kelheim (kurz vor Regensburg) und zurück – das entspricht einem Schnitt von 96 Stundenkilometern.

Nur noch 200 Meter zum Boden

Theiss und Widmaier erreichten auf ähnlicher Strecke 88 und 83 Stundenkilometer. Wobei es für Widmaier bei Beilngries im Tal der Altmühl beinahe vorbei gewesen wäre – nach einem langen Gleitflug fand er sich in nur noch 200 Metern über Grund wieder. Zwar gibt es in Beilngries einen Flugplatz, auf dem eine sichere Landung möglich gewesen wäre, doch der Ligaflug endet mit solch einer Zwischenlandung vorzeitig und bis zum erneuten Start – falls eine Seilwinde oder ein Motorflugzeug zum Schlepp verfügbar ist – geht wertvolle Zeit verloren, wodurch der Heimweg unmöglich werden kann. In letzter Sekunde fand er noch den rettenden Aufwind, der ihn endlich wieder auf fast 2000 Meter Meereshöhe beförderte und so genug Höhe für einen guten Teil des Heimflugs sicherstellte.

Laichinger dominieren das Feld

Platz acht in dieser Runde reichte den Grabenstettern, um in der Tabelle weitere drei Plätze nach oben zu klettern, wo die Fliegergruppe jetzt auf Rang neun steht. Der Flugsportverein Laichingen, noch weiter östlich bis zur deutsch-tschechischen Grenze unterwegs, räumte mit dreimal knapp 100 Stundenkilometer am vergangenen Wochenende richtig ab und sicherte sich mit deutlichem Vorsprung den Sieg in dieser Runde. Es folgten Lichtenfels (Franken) und Stadtlohn (NRW).

Rundensieger Laichingen und die Segelflieger aus Dettingen an der Teck (diesmal siebter) stehen nun auf den Plätzen fünf und sechs in der Tabelle, und sind somit auf dem besten Weg zum Wiederaufstieg in die erste Liga, denn die besten sieben Vereine in der Endabrechnung steigen auf. Noch bis Ende August wird in der Segelflug-Bundesliga an jedem Wochenende um Punkte geflogen.

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