Grabenstetter Flieger setzen die Aufholjagd fort

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    Flügel an Flügel: Die Grabenstetter Segelflieger. Foto: 

In Runde neun der zweiten Segelflug-Bundesliga am vergangenen Wochenende hatten die Piloten der Fliegergruppe Grabenstetten erneut Rückenwind. Zwar lief nicht alles wie geplant, aber am Ende reichte Platz sieben, um in der Tabelle weitere zwei Plätze nach oben zu klettern.

Die Wettervorhersagen prophezeiten „Hammerwetter“ am Samstag und die Piloten planten dementsprechend lange Strecken. Langstreckenexperte Patrick Kutschat versuchte wieder einmal das Maximum heraus zu holen: Er wollte eigentlich durch den Schwarzwald, dann nach Nordosten bis zum Thüringer Wald und dann noch nach Süden bis zum Bayrischen Wald vorstoßen. „Aber im Kraichgau bei Sinsheim waren die Wolken gerade noch 500 Meter über dem Boden. Mit so wenig Höhe habe ich keine Chance gesehen, weiter nach Norden zu fliegen, wo das Gelände wieder bergiger wird“, so beschreibt Kutschat die kritischste Situation seines Fluges, die ihn zum Abbruch der ursprünglich geplanten Strecke bewog.

Als Alternativprogramm bot sich der direkte Flug nach Osten bis über die tschechische Grenze an – und das lief dann auch wie geschmiert. Nach über zehn Stunden Flugzeit war Kutschat zurück in Grabenstetten. Obwohl er mit Plan B Vorlieb nehmen musste, hat er doch immer noch eine gewaltige Strecke von 832 Kilometern im reinen Segelflug zurückgelegt. Im zweieinhalb Stunden langen Zeitfenster für die Bundesliga schaffte er mit 98 Stundenkilometern auch den schnellsten Flug von Grabenstetten aus.

Die weiteren Wertungsflüge kamen von Erich Sigel und Nico Walker – auf den wohlbekannten Pfaden der Schwäbischen und Fränkischen Alb schafften sie 90 beziehungsweise 89 Stundenkilometer. Im Ergebnis kommt Grabenstetten auf Rundenplatz sieben. Dadurch setzte sich der Aufwärtstrend in der Tabelle fort: Grabenstetten macht erneut zwei Plätze gut und liegt jetzt auf Rang zwölf. Laichingen war nur ganz knapp langsamer und holte sich Platz acht, Dettingen/Teck landete auf zwölf. Den Rundensieg sicherte sich mit dem FSV Eisenhüttenstadt überraschend eines der Schlusslichter in der Wertung. An der Spitze der Tabelle steht neuerdings Oldenburg (Niedersachsen). Bestplatzierter baden-württembergischer Verein ist  der FSV Laichingen: Mit Platz fünf liegt der FSV auf einem Aufstiegsplatz.

 Am Sonntag gab es am Flugplatz Grabenstetten noch einen anderen Erfolg: Die erst 15-jährige Flugschülerin Christiane Stömmer hat erfolgreich ihren ersten Alleinflug ohne den Fluglehrer auf dem hinteren Sitz geschafft. Seit Mitte letzten Jahres absolviert sie die Segelflug-Ausbildung mit den ehrenamtlichen Fluglehrern der Fliegergruppe. Jetzt darf sie alleine durch die Lüfte gleiten – vorerst unter Aufsicht eines am Boden stehenden Fluglehrers.

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