Bee-Gees-Musical "Massachusetts": 1500 Fans im Disco-Fieber

Große Welthits, große Stimmen: The Italian Bee Gees und zwei Star-Gäste lassen die Gibb-Brüder in der Ratiopharm-Arena wieder aufleben - das wollten sich 1500 Fans nicht entgehen lassen.

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    Schön bunt und eingängig: Im Bee-Gees-Musical "Massachusetts" gibt es reichlich Hits zu hören. Foto: 

"Stayin' Alive" sangen die Bee Gees einst. Und sie leben weiter, die drei Brüder Gibb. Ihre Welthits sind unvergessen. Noch immer reißt "Spicks and Specks" wie jetzt in der Ratiopharm-Arena Neu-Ulm das Publikum von den Sitzen. Mit 260 Millionen verkauften Tonträgern schrieben sie vier Jahrzehnte lang Popgeschichte, standen als "erfolgreichste Familienband der Welt" im Guinnessbuch. Einzigartig, von hohem Wiedererkennungswert ist ihr ohrgängiger Sound: dreistimmiger Harmoniegesang in Falsett-Technik mit Disco-Beats.

Das biografische Musical "Massachusetts" lässt die Karriere, Hits, Höhen und Tiefen der Kultband in Fotos, Platten-Covers, Interviews und Videoeinspielungen auf der Bühnenleinwand lebendig werden. Und durch die einzige Truppe, die mit dem "Segen" ihrer Vorbilder als The Italian Bee Gees auftreten: Walter, Davide und Pasquale Egiziano. Täuschend echt bis ins Detail verkörpern die drei Brüder aus Kalabrien die Gibbs. Super, wie sie den Falsett-Gesang draufhaben. Seit 2000 touren die gut aussehenden Italo-Boys weltweit als Wiedergänger.

Riesig war der neue Spaß mit alten Hits. Sie waren es, die 1500 Fans hereinströmen und aus sich herausgehen ließen. Die Arena tanzte drei Stunden im "Saturday Night Fever" - nicht nur auf der Bühne ging es ab. Bejubelt wurden "Nights on Broadway", "Lonely Days", "Juliet" und mit geschwenkten Armen und Feuerzeugen die Ballade "Words". Das Trio, das auch im Akustik-Medley zur Gitarre überzeugte, entfachte samt Band und Backgroundsängerinnen ein Feuerwerk aus gut zwei Dutzend Evergreens. Sonderapplaus galt zwei mitwirkenden Star-Gästen: Keyboarder Blue Weaver und Schlagzeuger Dennis Bryon, in den 70ern Jahren Mitglieder der originalen Bee-Gees-Band.

Eine tragende Rolle in der geschickt inszenierten Musical-Zeitreise, deren Handlungsstrang sich um vier schauspielernde Petticoat-Tänzerinnen und eine Lovestory mit einem Tänzer dreht, hat Schauspieler Björn Geske (auch Buch). Als schrullig-amüsanter Bee-Gees-Zeitgenosse spinnt er den roten Faden. Einziger Wermutstropfen: Der Musicalclub des Theaters an der Donau hatte seinen Auftritt in "Night Fever" abgesagt. Ansonsten blieben bei The Italian Bee Gees nach dem Zugaben-Showdown mit "Massachusetts" keine Wünsche offen.

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